1. Herren

Oben von links:
Marko Karaula (Nr. 4), Felix Geier (Nr. 2), Jannes Bikker (Nr. 6), Max Berthold (Nr. 84), Kamil Pedryc (Nr. 5), Niklas Mühlenbruch (Nr. 10), Malte Dederding (Nr. 7), Philipp Krause (Nr. 15)

Mitte von links:
Torsten Kathmann (GF Elektrotechnik Kathmann GmbH & Co. KG), Tim Alex (Nr. 9), Udo Falkenroth (Co-Trainer), Volker Mudrow (Trainer), Niklas Wolters (Nr. 13), Otto Rui (GF Fitnessland GmbH)

Unten von links:
Lasse Giese (Nr. 32), Klaas Nikolayzik (Nr. 20), David Suilmann (Nr. 1), Ariel Panzer (Nr. 28), Leon Krka (Nr. 99), Fabian Donner (Nr. 93), Erik Luda (Nr. 8)

 

Tabelle
Spielplan
Torschützenliste


Schwächephase gegen Potsdam kostet den Sieg

Braunschweig. Ärgerlich, in dieser Partie war eindeutig mehr drin. Auch gegen den VfL Potsdam unterlagen unsere Drittligisten vor 1130 Zuschauern in der Alten Waage (26:29) und verpassten damit die erhoffte Trendwende. Trotz der sechsten Niederlage in Folge steht der MTV nicht auf einem Abstiegsplatz. Der eine oder andere Zuschauer mag ob der vergebenen Chancen auf den Sieg verzweifelte Momente erlebt haben. Mehrfach kämpften sich die Jungs von Volker Mudrow zurück ins Spiel, übernahmen das Zepter und führten mit bis zu vier Toren - und machten den Sack am Ende dann doch nicht zu. Doch trotz der Niederlage gab es durchaus auch Hoffnung: Der MTV kommt wieder zu mehr Toren - es fehlt nicht mehr viel, um sich endlich wieder mit Punkten belohnen zu können. Zwei „neue“ Gesichter bekamen die Fans Samstagabend zu sehen: zum einen Rückkehrer Celle Seekamp, der das Team wegen der dünnen Personaldecke voraussichtlich bis zum Jahresende ergänzen wird, zudem Neuzugang Jürgen Steinscherer. Der 32-jährige Linksaußen überzeugte durch starke Szenen und sorgte für den schönsten Treffer des Abends, indem er den Ball hinter dem Rücken ins gegnerische Tor bugsierte. Sowohl in Schwerin als auch gegen den VfL machte er somit vier Tore; sein Auftreten lässt hoffen, der Österreicher ist auf jeden Fall eine Bereicherung für die Mannschaft. Vier-Tore-Vorsprung reicht nicht Halbzeit eins lief zunächst recht ausgeglichen, bis sich die Gäste von 7:7 auf 10:7 absetzten. Doch Braunschweig kämpfte sich wieder heran, nicht zuletzt durch eine ganz starke Leistung Ariel Panzers, der für Leon Krka auf die Platte kam. Mit 12:13 ging man in die Kabine. Die zweite Hälfte begann der MTV mit sehr viel mehr Schwung als Potsdam und machte aus einem 12:13 ein 16:13 - es flutschte wieder! Kraftprotz Panzer zeigte erneut Glanzparaden, Tim Alex überzeugte mit wunderschönen Toren, Philipp Krause traf ebenfalls. Bis zur 20:16-Führung (41.) lief es aus MTV-Sicht wie geschnitten Brot. Und dann? Tja, dann agierte Braunschweig viel zu fahrig, ein Fehler reihte sich an den nächsten und der Vier-Tore-Vorsprung schmolz dahin. Der VfL hingegen traf fünf Mal in Folge und ging erneut in Führung. Zwar war die Partie bis zwei Minuten vor dem Schlusspfiff noch offen, doch fand die Mudrow-Truppe nicht mehr ins Spiel und musste sich einmal mehr geschlagen geben. „Ich weiß wirklich nicht, was da los war, ich kann mir unsere Leistung am Ende nicht erklären“, sagte ein resignierter Niklas Wolters. Und Volker Mudrow ergänzte: „Wir haben es in der Hand und verschenken dann leichtfertig den Sieg.“ Nun heißt es erst einmal Wunden lecken: Das kommende Wochenende hat der MTV spielfrei, erst am 1. Dezember geht es zur TSV Burgdorf II, eine Woche später kommt dann Tabellennachbar Bernburg in die Alte Waage. iri / Foto by Daniel Reinelt MTV: Ariel Panzer, Leon Krka, Marko Karaula (4), Kamil Pedryc (2), Calle Seekamp, Jürgen Steinscherer (4), Vlatko Ranogajec, Tim Alex (4), Niklas Walters (2), Philipp Krause (7), Klaas Nikolayzik, Lasse Giese (3), Max Berthold, Fabian Donner Und hier noch ein Interview mit dem sympathischen Neuzugang Jürgen Steinscherer: https://youtu.be/wEc1rZehYKk

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Erfolg gegen Potsdam wäre Balsam

Braunschweig. Die Marschroute ist klar: Nach fünf Niederlagen in Folge soll für unseren Drittligisten wieder ein Erfolg her. Gegner am Samstag ist der VfL Potsdam, mit 12:12-Punkten Tabellensiebter. Seinen ersten Auftritt in der Alten Waage wird Neuzugang Jürgen Steinscherer haben. Der 32-Jährige freut sich riesig auf die Partie in der Braunschweiger Heimstätte, schließlich weiß er als ehemaliger Fredenbecker und Gegner um die Atmosphäre. „Hier ist immer ordentlich Stimmung in der Bude, das gefällt mir.“ Angelo Grunz, Torwart des VfL Potsdam, spricht gar von einer magischen Wirkung der Fans auf die MTV-Mannschaft. Wenn Lasse Giese und Co. vor heimischem Publikum spielen, bedeutet das also immer ein fettes Plus. Das können die Löwenstädter aktuell wahrlich gebrauchen, denn nach fünf Partien ohne Zählbares soll möglichst schnell ein Erfolgserlebnis her. Nicht nur, um das Punktekonto aufzubessern, sondern auch das Selbstvertrauen. Letzteres dürfte nach der Verpflichtung Jürgen Steinscherers zumindest ein Stück weit gestiegen sein, denn er ist ein Linksaußen mit echtem Torinstinkt. Eventuell fehlen wird dagegen Tim Alex aufgrund seiner Bauchmuskelzerrung aus der Partie gegen die HSG Ostsee. „Wir entscheiden wahrscheinlich erst am Samstag final, ob es gehen wird. Aber ich konnte die Woche nicht richtig trainieren“, sagt der 22-Jährige. Womöglich gibt ein vorheriger Belastungstest Klarheit, ob er wird auflaufen können. Und der VfL Potsdam? Der wird natürlich ein Wörtchen mitreden wollen, was den Ausgang der Partie angeht. Die Aufeinandertreffen in der vergangenen Spielzeit gingen beide knapp an Braunschweig, doch die Mannschaft von Daniel Deutsch ist ein harter Brocken. „Potsdam ist eine sehr gut ausgebildete und spielstarke Mannschaft“, sagt MTV-Coach Volker Mudrow. Kreisläufer Christian Schwarz sei ein unangenehmer Kreisläufer, Rückraum-Akteur Matti Spengler ebenfalls sehr stark, ganz zu schweigen von Yannik Münchberger: Der VfL-Kapitän gehört bei aktuell 71 Treffern zu den Top-Torjägern der Liga. Aber wie gesagt: Die Marschroute des MTV ist klar: Ein Sieg soll her! iri / Foto by Daniel Reinelt MTV Braunschweig - VfL Potsdam 17. November, 19.30 Uhr (Sporthalle Alte Waage, Weberstraße 2-3, 38100 Braunschweig)

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33:34 in Schwerin - knapp verloren und doch irgendwie auch gewonnen

Braunschweig. Welch enge Partie, welch unglücklicher Ausgang! Bei den Mecklenburger Stieren Schwerin unterlagen unsere Drittliga-Jungs denkbar knapp mit 33:34 (17:17) und mussten die Heimreise erneut ohne Punkte antreten. Der Auftritt machte dennoch Mut für kommende Partien. Einen guten Einstand zeigte Neuzugang Jürgen Steinscherer. Wer kennt es nicht - das Glas, zur Hälfte mit Flüssigem gefüllt. Für die einen ist es halb leer, für die anderen - man ahnt es schon - halb voll. Übertragen auf die Begegnung unserer Braunschweiger gegen Schwerin geht das wie folgt: Der Pessimist hat wieder einmal verloren, bereits die fünfte Partie in Folge, und ist nur noch einen Punkt von den Abstiegsrängen entfernt. Der Optimist aber hat mit einem ganz starken Gegner aus der oberen Tabellenregion mitgehalten, ihn fast in die Knie gezwungen und so viele Tore wie in keiner anderen der bisherigen Begegnungen geworfen. Optimistische Denke ist sehr viel erfolgsversprechender, und deshalb wird die Partie auch überwiegend positiv bewertet. „Die Niederlage ist extrem schade, mit etwas mehr Cleverness im Abschluss wäre ein Sieg drin gewesen. Aber auf dieser Leistung lässt sich aufbauen“, sagt denn auch Volker Mudrow. Marko Karaula habe eine sehr, sehr gute Partie gezeigt, Max Berthold total überzeugt, Niklas Wolters seine Sache am Kreis super gemacht. Und Neuzugang Jürgen Steinscherer? „Er hat gleich vier Tore geworfen und zwei Sieben-Meter herausgeholt. Er ist eine echte Bereicherung für uns.“ Ein irre schnelles Spiel Das Tempo dieser Partie war ein extrem hohes. Der MTV hat 60 Angriffe gefahren, rund zehn mehr als in den sonstigen Spielen. Allein: Über die gesamte Spielzeit wurden 19 Bälle verloren - die Gastgeber hatten derer lediglich neun. Und das war dann wohl auch der Knackpunkt der Partie: „In Summe hatte jeder zwei, drei Fehlwürfe. Ein paar weniger und der Sieg wäre unserer gewesen.“ Schwerin startete gut und ging gleich mit vier Toren in Front (6:2/6. Minute). Doch auch Philipp Krause und Co. machten ihre Sache gut, schlossen auf und gingen das erste Mal fünf Minuten vor dem Pausenpfiff in Führung (15:14). Mit einem 17:17-Remis ging es in die Kabinen. Bei Wiederanpfiff kamen die Braunschweiger noch mehr in Schwung und gingen bald mit vier Toren in Führung (21:17/35.), auch in der 40. Minute lagen sie noch mit vier Treffern vorn (25:21). Doch die Stiere spielten sich mehr und mehr heran, der torgefährliche Mark Perdersen, der insgesamt neun Mal traf, egalisierte eine Viertelstunde vor Schluss zum 28:28. Puh, das war ein Spiel auf Messers Schneide. Nach einem Zweitore-Rückstand (31:33) kam Braunschweig noch einmal zum Ausgleich, doch die letzte Führung der Gastgeber anderthalb Minuten vor dem Ende konnte der MTV nicht mehr verhindern geschweige denn aufholen. Am kommenden Samstag steht nun wieder ein Heimspiel auf dem Programm, der VfL Potsdam gibt sich in der Alten Waage die Ehre. Dann wird hoffentlich auch wieder Tim Alex mit dabei sein - er konnte in Schwerin wegen seiner Bauchverletzung noch nicht wieder auflaufen. iri / Foto by Daniel Reinelt MTV: Ariel Panzer, Leon Krka, Marko Karaula (7), Kamil Pedryc, Jürgen Steinscherer (4), Vlatko Ranogajec (1), Tim Alex, Niklas Wolters (4), Philipp Krause (8), Klaas Nikolayzik (1), Lasse Giese (1), Max Berthold (7), Fabian Donner

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Reise nach Schwerin mit Neuzugang Jürgen Steinscherer

Braunschweig. Mit der jüngsten Niederlage beim Tabellenführer Empor Rostock haben unsere Drittliga-Jungs nun vier Spiele in Folge verloren. Doch aus den vergangenen zwei Spielzeiten kennen sie punktlose Phasen und wissen, dass sie sich auch schnell wieder in die Erfolgsspur zurückspielen können. Also: Mund abputzen, weitermachen! Sonntag geht es zu den Mecklenburger Stieren Schwerin, und das mit einem neunen Spieler... Jürgen Steinscherer heißt der MTV-Neuzugang. Der 32-Jährige spielt auf der Linksaußen-Position und kommt von Oberligist VfL Fredenbeck, vergangene Saison noch Ligakonkurrent der Braunschweiger. "Nach der Verletzung von Felix Geier haben wir für diese Position schon lange Ersatz gesucht", erklärt Volker Mudrow. Steinscherer hatte vor einer Woche selbst Kontakt mit ihm aufgenommen - das Gespräch verlief so gut, dass beide Seiten eine schnelle Einigung wollten. "Er ist natürlich offene Türen eingerannt", erzählt der Coach. "Er ist ein guter Spieler: gegenstoßstark, wurfstark, siebenmeterstark." Eigenschaften, die der Mannschaft beim Unterfangen Klassenerhalt sicher helfen können. Besondere Partie für Ariel Panzer Ein Blick auf die Saison 2017/18, was die Begegnung am Sonntag angeht: Mitte Oktober unterlag der MTV den Gästen aus Schwerin in der Alten Waage deutlich (22:28), doch auswärts gelang eine echte Überraschung. Mit 28:26 zwangen die Braunschweiger den damaligen Tabellendritten in die Knie, der Erfolg war ein ganz wichtiger für das Unterfangen Klassenerhalt. Herausragend spielte damals Ariel Panzer - für ihn war es eine besondere Begegnung, schließlich trug er von 2015 bis 2017 das Schweriner Trikot. Klaas Nikolayzik zeigte sich vor allem im Abschluss eiskalt und war mit sieben Treffern bester Werfer auf der Platte. Und auch Tim Alex machte ein exzellentes Spiel. Könnte sein, dass dieser am Sonntag nicht wird auftrumpfen können. Der 21-Jährige laboriert noch immer an der Bauchverletzung aus dem HSG Ostsee-Spiel - erst beim Aufwärmen in der Sport- und Kongresshalle wird über seinen Einsatz entschieden. „Er würde uns natürlich sehr fehlen. Aber wenn es unsicher ist, wird er nicht auflaufen, sonst fällt er anschließend noch länger aus“, sagt Volker Mudrow. Die Stiere haben mit 12:8 ein positives Punkteverhältnis - einen echten Lauf hatten sie Mitte September bis Mitte Oktober, als sie fünf Partien hintereinander gewannen. Die jüngste gegen die TSV Burgdorf II ging verloren und ließ Schwerin-Trainer Mannhard Bech ein wenig verzweifeln: „Ich habe es nicht geschafft, nach dem Highlight unseres Derbys gegen Rostock die Anspannung wieder aufzubauen und das Team zu kräftigen. Es ist enttäuschend, wie fragil wir noch sind…“ Die Begegnung gegen Rostock hatten sie knapp für sich entscheiden können. Aber nun haben sie offenbar einen kleinen Hänger… iri / Foto by Daniel Reinelt Mecklenburger Stiere Schwerin - MTV Braunschweig Sonntag, 11. November, 16 Uhr (Sport- und Kongreßhalle Schwerin, Wittenburger Straße 118, 19059 Schwerin)

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Deutliche Niederlage beim Tabellenführer

Rostock/Braunschweig. Die Überraschung blieb aus. Beim aktuellen Ligaprimus Empor Rostock unterlag unsere Drittliga-Mannschaft am Ende deutlich mit 17:24 (9:11). Dabei konnte die erste Halbzeit noch ausgeglichen gestaltet werden. Ersatzgeschwächt ging der MTV auf die Platte: Neben dem Ausfall von Niklas Mühlenbruch musste Volker Mudrow fast die ganze Zeit auf Tim Alex verzichten: Der Rückraumspieler hatte durch eine Verletzung in der Partie gegen die HSG Ostsee im Bauchbereich noch immer Probleme und konnte in Rostock nur sporadisch eingesetzt werden. Während der Gegner 16 Spieler zur Verfügung hatte, waren es für Braunschweig derer lediglich zwölf. Dennoch verlief Durchgang eins recht vielversprechend. Zwar lag der MTV nie in Führung, war jedoch immer auf Tuchfühlung: 3:3 (10.), 6:6 (19.), 8:8 (25.). Besonders treffsicher zeigte sich Philipp Krause, der bis zum Pausenpfiff bereits sechs Mal traf. Mit zwei Toren Unterschied (9:11) und einer gehörigen Portion Hoffnung auf einen Erfolg ging es in die Kabine. „Unsere Taktik war, die Angriffe lange auszuspielen und nicht zu überhastet zum Abschluss zu kommen“, sagte Volker Mudrow später. Dieser Plan ging zunächst auf, auch zu Beginn des zweiten Durchgangs blieb man Rostock auf den Fersen: Philipp Krause glich in der 40. Minute zum 13:13 aus. Eine Überraschung schien durchaus möglich. Doch dann verloren die Braunschweiger den Faden: Zwischen der 40. und 49. Minute gelang kein einziges Tor, Rostock dagegen traf fünf Mal. In dieser Phase zeigte das Schiedsrichter-Gespann Mudrow eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Meckerns an, so dass der MTV in Unterzahl agieren musste. Der Rückstand wurde nicht mehr aufgeholt, die Gastgeber enteilten und sicherten sich den Sieg mit sieben Toren Vorsprung. „Wir haben nach dem Rückstand viel zu überhastet geworfen. Insgesamt 17 Fehlwürfe sind einfach zu viel“, so der Trainer. Während Philipp Krause - mal abgesehen von zwei nicht verwandelten Siebenmetern - zuverlässig traf, erwischten die anderen keinen sonderlich guten Tag: Max Berthold etwa und Marko Karaula trafen jeweils nur ein Mal. Nun steht ein weiteres Auswärtsspiel an - am Sonntag geht es zum Tabellensechsten Mecklenburger Stiere Schwerin. Erst am 17. November tritt der MTV wieder in der Alten Waage an, dann kommt der VfL Potsdam. iri / Foto by Daniel Reinelt MTV: Ariel Panzer, Leon Krka, Marko Karaula (1), Kamil Pedryc, Vlatko Ranogajec, Tim Alex (1), Niklas Wolters (1), Philipp Krause (10), Klaas Nikolayzik (1), Lasse Giese (2), Max Berthold (1), Fabian Donner

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Lange Reise zum Tabellenführer Rostock

Braunschweig. Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge wollen Volker Mudrow und seine Schützlinge wieder Punkte einfahren, um sich nicht in der unteren Tabellenregion der dritten Liga festzusetzen. Die kommende Aufgabe wird allerdings keine leichte: Am Sonntag geht es zum Tabellenführer Empor Rostock. Die Auswärtsfahrt nach Rostock im Januar der vergangenen Saison dürfte den MTVern noch präsent sein. Die Erinnerung ist keine schöne: Nach gefühlt endlosen Kilometern auf der Autobahn bekamen sie eine regelrechte Packung in der OSPA-Arena, mit 25:34 wurden sie wieder nach Hause geschickt. „Es steht eine Wiedergutmachung aus“, sagt denn auch Volker Mudrow. Immerhin wurde das Hinspiel in der Alten Waage mit 31:25 gewonnen. Die Voraussetzungen sind nun allerdings andere. Dümpelte Rostock in der vergangenen Saison noch im unteren Drittel herum (Platz 12), geht der Blick in diesem Jahr klar nach oben. Als Saisonziel wurde Platz sechs bis acht angegeben, aktuell ist man gar Tabellenführer. Trainer Till Wiechers, der dieses Jahr von der SG Flensburg-Handewitt in die Hansestadt wechselte, hat die junge Truppe mit einem Durchschnittsalter von 22,5 Jahren auf die Spur gebracht. Top-Torjäger sind Robin Breitenfeldt (aktuell 55 Treffer), Andre Meuser (49) und Janos Steidtmann (45). Während Breitenfeldt und Meuser den Braunschweigern im Januar zusammen 16 Tore einschenkten, trug Steidtmann noch das Trikot der Flensburg-Handewitt II. Breitenfeldt wird am Sonntag nicht auf der Platte stehen, der Kopf der Mannschaft fällt verletzt aus, nachdem er sich im vergangenen Spiel bei den Mecklenburger Stieren Schwerin einen Knorpelschaden im Knie zugezogen hat. Diese Partie ging übrigens an den Nachbarn Schwerin, es war die erst zweite Niederlage der Rostocker (25:26). Und der MTV? Außer Niklas Mühlenbruch wird der Coach wahrscheinlich alle Mann an Bord haben, auch wenn es die eine oder andere Blessur gibt. Fabian Donner hatte sich in der Partie gegen die HSG Ostsee eine Prellung am Finger zugezogen, wird aber wohl mit dickem Tape spielen können. Auch Tim Alex verletzte sich gegen die HSG (Bauchmuskel), hat die Woche aber wieder trainiert. iri / Foto by Daniel Reinelt HC Empor Rostock - MTV Braunschweig Sonntag, 4. November um 17 Uhr (OSPA-Arena, Tschaikowskistraße 43, 18069 Rostock)

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Niklas Wolters, Kämpfer und Teamplayer

Braunschweig. Zimperlich ist Niklas Wolters ganz sicher nicht. Das wäre auch ungünstig, schließlich bekleidet er die Position des Kreisläufers, und dort geht es oft besonders ruppig zu. Der 21-Jährige kennt das zur Genüge: Permanent sind die Gegenspieler bei ihm auf Tuchfühlung - um Kuscheleinheiten handelt es sich freilich nicht. „Man bekommt am Kreis schon ordentlich auf die Mütze“, sagt der Student für Erziehungswissenschaften im sechsten Semester. Es gebe Gegner, bei denen man schon vorher wisse, dass es weh tun werde und dass ihn auch mal ein verstecktes Foul erwarte. „Aber meist hält sich das in Grenzen.“ Die jüngste Partie gegen Oranienburg etwa gehörte in die Kategorie ruppig, und trotzdem wiegelt der 21-Jährige ab, „das war hart, aber okay“. Seine Kreisläufer-Position teilt er sich mit Klaas Nikolayzik, die beiden seien aber keine Konkurrenten, sondern vielmehr Partner. „Wir haben bisher etwa gleich viele Spielanteile, das passt schon.“ Niklas Wolters ist vor allem stark im Eins gegen Eins und holt so manchen Siebenmeter heraus. „Nun muss ich noch lernen, dann auch noch meine Tore zu machen.“ Die Bilanz von bisher acht Treffern sei okay, aber ausbaufähig. Am gegnerischen Kreis fühlt sich der waschechte MTVer am wohlsten. Und dort hat er auch schon immer gespielt, mal abgesehen von einer Exkursion in der C-Jugend, als er zwischen den Pfosten stand. Am Kreis in der eigenen Hälfte, sprich in der Abwehr steht er in der dritten Liga quasi nie. „Ich würde super gern dort spielen, aber meine Leistung in der Defensive stimmt noch nicht“, sagt Niklas Wolters. Aber er arbeite hart daran, in Zukunft auch dort eine Alternative sein zu können. Eine echte Kämpfernatur! Sein Coach Volker Mudrow sieht in dem 21-Jährigen einen Spieler mit viel Potenzial. „Niklas hat in der vergangenen Saison einen riesen Sprung gemacht. Jetzt muss er seine Leistung mit Ehrgeiz und Fleiß festigen und weiter ausbauen.“ Was der 49-Jährige an seinem Schützling besonders schätze, sei sein Teamgeist: „Er ist ein super Kerl und extrem mannschaftsdienlich.“ In der Tat ist er derjenige, der beim Anfeuern seiner Teamkollegen immer vorn dabei ist, wenn er mal nicht auf der Platte steht. Für das Saisonende hofft Niklas Wolters auf einen einstelligen Tabellenplatz. „Klar kämpfen wir um den Klassenerhalt. Aber wir haben das Potenzial, auch im Mittelfeld mitzuspielen.“ Allerdings müsse nun erst einmal die HSG Ostsee bezwungen werden, „ein Sieg wäre extrem wichtig“. iri / Foto by Daniel Reinelt

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Niederlage nach schwacher Leistung gegen HSG Ostsee

Braunschweig. Das war wahrlich kein Spiel zum Zunge schnalzen, im Gegenteil! Eine ganz schwache zweite Halbzeit machte einen Erfolg unserer Drittliga-Jungs gegen die HSG Ostsee N/G zunichte. Nach einer akzeptablen Leistung in den ersten 30 Minuten verloren sie nach der Pause völlig den Faden und unterlagen am Ende 20:24. „Man muss es ganz deutlich sagen: Wir waren heute einfach schlecht“, sagte Niklas Wolters nach dem Spiel. Zwar ärgerte sich der Kreisläufer auch über die Leistung der Schiedsrichter: „Das war schon sehr auffällig, wie sie gepfiffen haben, so etwas habe ich selten erlebt.“ Doch daran wollte er die Niederlage nicht festmachen, zu schwach war der Auftritt seiner Mannschaft. Und auch Klaas Nikolayzik stieß ins gleiche Horn. „Jeder hatte ein, zwei Fehlpässe - das kommt dann dabei heraus.“ Offenbar komme die Mannschaft derzeit gegen Gegner aus der unteren Tabellenregion nicht gut klar. „Wenn wir in Führung liegen, bauen wir den Vorsprung einfach nicht aus.“ Dabei begann der Abend recht verheißungsvoll: Der MTV setzte sich schnell ab, ging mit 4:1 (7. Minute) in Führung und blieb bis zum 10:6 (19.) das überlegene Team auf der Platte. Doch dann leisteten sich die Braunschweiger Fehler im Angriff und brachten den Gegner zunehmend ins Spiel. Statt sich weiter abzusetzen, gingen sie mit einem Remis (13:13) in die Halbzeit-Pause. Die Hoffnung der gut 1000 Zuschauer, dass ihre Mannschaft nach Wiederanpfiff wieder in die Spur fand, wurde nicht erfüllt. Im Gegenteil: Noch mehr Fehlpässe, eine schwache Angriffsleistung sowie diverse Abwehrfehler brachte sie ins Hintertreffen. Und das, obwohl auch die HSG Ostsee nur phasenweise zu überzeugen wusste. Zehn Minuten vor Schluss glich der MTV noch einmal zum 19:19 aus, doch nur noch ein weiteres Tor gelang. Der MTV hatte seinen Kontrahenten stark gespielt und musste so die dritte Niederlage in Folge hinnehmen. In Zahlen hieß das: 17 Fehlwürfe, 5 Fehlpässe und 4 technische Fehler. „Das war eine desolate Leistung“, ärgerte sich Volker Mudrow, „diese Niederlage haben wir selbst verbockt.“ Lediglich Lasse Giese habe einen guten Tag erwischt. Das Vorhaben, sich aus der unteren Tabellenregion abzusetzen, sei nicht gelungen. Mund abputzen, weitermachen, heißt nun die Devise. Doch die kommenden Aufgaben sind alles andere als leicht: Am Sonntag reisen der Trainer und seine Schützlinge zum Tabellenersten Rostock, der bei zehn gespielten Partien lediglich eine verlor. Eine Woche später geht es zum Sechsten Schwerin, auch dieses Team steht mit positivem Punktekonto da. iri / Foto by Daniel Reinelt MTV: Leon Krka, Ariel Panzer, Marko Karaula (4), Kamil Pedryc, Vlatko Ranogajec, Tim Alex (1), Niklas Wolters (1), Philipp Krause (6), Klaas Nikolayzik (1), Lasse Giese (5), Max Berthold (1), Fabian Donner (1)

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Erfolg gegen Aufsteiger HSG Ostsee käme zur rechten Zeit

Braunschweig. Vier Mal gewonnen, fünf Mal unterlegen - für die Mission Klassenerhalt ist die Bilanz unseres Drittligisten keine schlechte, doch ein weiterer Sieg zu diesem Zeitpunkt wäre durchaus hilfreich. Zumindest vom Papier her scheint dies gegen die HSG Ostsee N/G machbar: Als Oberligaaufsteiger rangiert der Nordklub aktuell auf dem 14. Tabellenplatz. HSG Ostsee N/G steht für Handballspielgemeinschaft Ostsee Neustadt/Grömitz - für den einen oder anderen mag das eher nach Urlaub denn nach Handball-Hochburg klingen. Man ist geneigt, diesen Klub zu unterschätzen. Das allerdings wäre fahrlässig. Schauen wir zum Beispiel auf die Trainerbank: Mit Thomas Knorr ist ein ehemaliger National- und Bundesligaspieler mit über 500 Einsätzen am Werk. Auch der Kader hat es in sich: Der 38-Jährige Nico Kibat etwa wurde Ende der Neunziger mit dem THW Kiel zweimal deutscher Meister. Und Kim Colin Reiter sowie Alexander Mendel gingen ehemals in der zweiten Liga mit dem VfL Bad Schwartau auf Torejagd. Das klingt also alles andere als durchschnittlich. Was die bisherige Bilanz des Nordklubs angeht, ist diese allerdings ausbaufähig: Zwei Siege stehen fünf Niederlagen gegenüber. Zudem gab es zuletzt ein äußerst ärgerliches Remis gegen Flensborg, quasi in der Schlusssekunde kassierte die HSG das Ausgleichstor. Der letzte Sieg datiert vom 8. September gegen Magdeburg II und ist somit sieben Wochen her. Und der MTV? Der braucht nach zuletzt zwei Niederlagen und einer mehr als mäßigen ersten Halbzeit gegen Oranienburg wieder ein Erfolgserlebnis. „Wollen wir uns von der unteren Tabellenregion absetzen, müssen wir gegen die HSG gewinnen“, sagt Trainer Volker Mudrow. Insofern stehe man schon unter Druck. „Am Kampf um den Klassenerhalt hat sich nichts geändert, nur darum geht’s.“ Sollte der MTV gegen die HSG Ostsee punkten und sollten die direkten Konkurrenten nicht erfolgreich sein, kann andererseits auch schnell der Sprung in die obere Tabellenhälfte gelingen. Die Staffel Nord ist ausgeglichen wie selten, jeder kann jeden schlagen. Es bleibt extrem spannend! iri / Foto: Daniel Reinelt MTV Braunschweig - HSG Ostsee N/G Samstag, 27. Oktober, 19.30 Uhr (Sporthalle Alte Waage, Weberstraße 2-3, 38100 Braunschweig)

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Marko Karaula, der feine Techniker

Braunschweig. Er ist eine ganz wichtige Stütze der Mannschaft: Marko Karaula. Seit einem knappen Jahr für den MTV im Einsatz, hat sich der 22-jährige Kroate inzwischen unentbehrlich gemacht. Er ist torgefährlich, technisch exzellent ausgebildet, Teamplayer durch und durch. Ein Porträt. Der Wert eines Spielers wird ja oft an erzielten Toren festgemacht. Na dann: Marko Karaula hat bei bis dato neun Partien 53 Mal getroffen. Damit rangiert er auf Platz zehn der Staffel Nord. Mehr als ordentlich! Doch den Rückraumspieler allein an seiner Trefferquote festzumachen, greift zu kurz, denn er hat viel mehr Qualitäten. „Marko ist ein ganz feiner Techniker, sehr filigran, stark im eins gegen eins“, schwärmt MTV-Trainer Volker Mudrow. Zudem habe er immer ein Auge für die Mitspieler. Was auch zu seinem Wesen passt - der 22-Jährige ist hilfsbereit und ordnet sich gut ein ins Team, „ein ganz feiner Kerl“. Er selbst fühlt sich rundum wohl in Braunschweig. „Ich mag die Stadt sehr, und in der Mannschaft ist die Atmosphäre überragend.“ Auch wenn er inzwischen viel von der deutschen Sprache versteht, plaudert er doch am liebsten englisch. Noch: „Ich starte gerade einen Deutschkurs, damit ich noch schneller lerne.“ Den macht er übrigens zusammen mit seinem Kumpel Vlatko Ranogajec, seit einigen Wochen ebenfalls im MTV-Team. Die beiden spielten bereits in der kroatischen ersten Liga eine zeitlang zusammen und sind befreundet. Ein zusätzlicher Punkt für den Wohlfühl-Faktor. In der Jugend durchlief Marko Karaula verschiedenste Nationalteams von der U 17 bis zur U 21. So gern er den Sport in seiner Heimat ausgeübt hat - die Handball-Begeisterung in Deutschland gefällt ihm deutlich besser. „Hier ist der Sport viel populärer. Die Zuschauer in der Alten Waage sind großartig!“ Dass der MTV die Klasse wird halten können, ist für ihn keine Frage. „Wir sind viel eingespielter als noch zu Beginn des Jahres.“ Und auch wenn einige Spieler im Laufe der Monate hinzugekommen sind, sei die Abstimmung im Team doch hervorragend. Und: „Die super Stimmung im Team macht uns noch stärker.“ Auf die Frage nach seiner bis dato stärksten Partie dieser Saison winkt er ab: „Alle Spiele, die wir gewonnen haben, waren gute Spiele.“ Der Kroate nimmt sich nicht so wichtig, stellt sich stattdessen ganz in den Dienst der Mannschaft. Sympathisch eben… iri / Foto by Daniel Reinelt

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