1. Herren

Oben von links:
Marko Karaula (Nr. 4), Felix Geier (Nr. 2), Jannes Bikker (Nr. 6), Max Berthold (Nr. 84), Kamil Pedryc (Nr. 5), Niklas Mühlenbruch (Nr. 10), Malte Dederding (Nr. 7), Philipp Krause (Nr. 15)

Mitte von links:
Torsten Kathmann (GF Elektrotechnik Kathmann GmbH & Co. KG), Tim Alex (Nr. 9), Udo Falkenroth (Co-Trainer), Volker Mudrow (Trainer), Niklas Wolters (Nr. 13), Otto Rui (GF Fitnessland GmbH)

Unten von links:
Lasse Giese (Nr. 32), Klaas Nikolayzik (Nr. 20), David Suilmann (Nr. 1), Ariel Panzer (Nr. 28), Leon Krka (Nr. 99), Fabian Donner (Nr. 93), Erik Luda (Nr. 8)

 

Tabelle
Spielplan
Torschützenliste


Mit Oranienburg kommt ein harter Brocken in die Alte Waage

Braunschweig. Nach der unglücklichen Niederlage beim SC Magdeburg II wollen unsere Drittliga-Jungs am Samstag ihr Punktekonto aufbessern. Kein leichtes Unterfangen, reist mit dem Oranienburger HC doch eine Mannschaft an, die zu den besten der Liga gehört. Allerdings verliefen die vergangenen Partien alles andere als positiv… Oranienburg hat aktuell wie auch der MTV 8:8 Punkte, war allerdings zuletzt dreimal sieglos. Wurde gegen Schwerin und Potsdam trotz guter Leistungen jeweils sehr unglücklich verloren, erwischte die Mannschaft von Trainer Christian Pahl gegen die TSV Burgdorf II keinen guten Tag. „Das war keine Glanzleistung, da waren wir absolut verdient unterlegen“, ärgerte sich der 37-Jährige. Pahl bemängelt insbesondere die Abwehrleistung - eigentlich das Prunkstück seines Teams. Dass diese dennoch brandgefährlich ist, weiß Volker Mudrow sehr wohl. „Die Defensive ist sehr gut. Überhaupt ist das eine sehr robuste Truppe.“ Auch im Angriff wisse der OHC zu überzeugen. Und so ist die Bilanz aus Braunschweiger Sicht wenn auch nicht schlecht, aber doch negativ: Bei vier Aufeinandertreffen in den vergangenen zwei Spielzeiten gab es lediglich einen Sieg, zudem ein Remis und zwei Niederlagen. Der letzte Vergleich ging jedoch an Philipp Krause und Co., zum Saisonabschluss verwies der MTV die Oranienburger vor fremdem Publikum in die Schranken (27:23). Diese Niederlage will der OHC ganz sicher wett machen. Mit David Sauß kommt übrigens ein ehemaliger MTVer in die Alte Waage. Auch wenn die vergangene Saison nicht seine beste war, verlängerte der Rückraumspieler im April um zwei weitere Jahre beim Klub an der Havel. „David ist sehr stark und immer für zehn Tore gut“, weiß Volker Mudrow. Auffallend stark in dieser Saison ist Linksaußen Linus Dömeland, er warf in acht Partien bereits 54 Tore. Auch Rückraumspieler Lasse Scharge macht bisher durch viele Treffer von sich reden. „Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren und sehr diszipliniert spielen, dann können wir Oranienburg Paroli bieten“, sagt der MTV-Coach. Für längere Zeit verzichten muss er auf Niklas Mühlenbruch: Der 19-Jährige erlitt im Spiel gegen Magdeburg einen Kreuzband- und Innenbandriss und wird Ende Oktober operiert. Volker Mudrow: „Das ist extrem ärgerlich. Für Niklas tut es mir sehr leid, zudem wird er uns fehlen, denn er hat sich bisher richtig gut gemacht und war eine wesentliche Stütze.“ Es bleibt abzuwarten, wie sein Ausfall kompensiert werden kann. iri / Fotos by Daniel Reinelt MTV Braunschweig - Oranienburger HC 20. Oktober, 19.30 Uhr (Sporthalle Alte Waage, Weberstraße 2-3, 38100 Braunschweig)

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Torsten Kathmann: „Mein Herz schlägt für den Handball“

Braunschweig. 40 Jahre - so lange ist Torsten Kathmann bereits Mitglied beim MTV Braunschweig. Eine wahrhaft stolze Zahl. Mit zehn Jahren fing der Inhaber und Geschäftsführer von Elektrotechnik Kathmann mit dem Handballsport an und ist ihm noch heute eng verbunden. Inzwischen nicht mehr als Aktiver, aber als einer der Hauptsponsoren. Ein Interview. Torsten, wie bist du damals zum Handball gekommen? Über meinen ältesten Bruder. Ich habe ihm beim Training zugesehen, und von da an ließ mich der Handball nicht mehr los. Eigentlich war ich beim Turnen, doch ich wechselte dann sehr bald zum Handball. Und mein Vater war eine zeitlang Handball-Abteilungsleiter. Inzwischen spielt auch einer meiner Söhne beim MTV, er ist in der C-Jugend. Wie hast du die aktive Zeit in Erinnerung und wie hoch hast du gespielt? Es war eine sehr intensive und wahnsinnig tolle Zeit. Was wir alles erlebt haben… Ich habe viele Jahre als Kreisläufer in der Oberliga gespielt, aber auch ein Jahr in der dritten Liga. Das war zusammen mit Udo Falkenroth. Mit Volker Mudrow haben ich ebenfalls zusammengespielt und wurde später auch von ihm trainiert. Aktiv bist du längst nicht mehr, dem Sport aber weiter eng verbunden… Ja, bei meinem Sohn Thore in der C-Jugend sitze ich mit auf der Bank, betreue die Mannschaft und unterstütze, wo ich kann. Und, ganz wichtig, du unterstützt die Handball-Abteilung finanziell. Seit wann und warum? Schon mein Vater hat den Handball finanziell unterstützt, ich habe das dann sehr gern fortgeführt. Einen längeren Hauptsponsor als die Kathmanns gibt es wohl nicht. Ich sehe das so: Als Unternehmer hat man eine gesellschaftliche Verantwortung! Was gibt es Schöneres, als in die Jugend zu investieren, die jungen Menschen von der Straße zu holen und in die Sporthalle zu führen? Die Leidenschaft für den Sport ist noch immer herauszuhören… Auf jeden Fall, mein Herz schlägt für den Handball. Nach meiner aktiven Zeit damals habe ich eine Weile pausiert, aber wenn ich jetzt in der Halle bin, weckt das die Leidenschaft wieder. Wie oft schaust du bei unserem Drittliga-Team zu? Bei den Heimspielen bin ich so oft es geht dabei. Die Stimmung ist super und die Mannschaft zeigt sehr guten Handball. Ein Tipp für deren Abschneiden in ihrer dritten Drittliga-Saison… Sie können es wieder packen! Da ist so viel Teamgeist und Leidenschaft in der Mannschaft. Wenn sie gut drauf sind, dann können sie gegen jeden gewinnen. Das Potenzial haben sie, deshalb: Sie werden die Klasse halten.

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Ärgerliche Niederlage in Magdeburg

Braunschweig. Diese Niederlage hätte nicht sein müssen. Beim SC Magdeburg II verlor unser Drittliga-Team mit 26:27 (13:14) und verpasste somit die Chance, sich weitere wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt zu sichern. 
Die recht geringe Distanz nach Magdeburg, vor allem aber die besondere Nähe zum Team veranlasste rund 70 MTV-Anhänger, in die Elbstadt zu reisen und die Mudrow-Jungs anzufeuern. Das taten sie auch lautstark und leidenschaftlich, doch bei Schlusspfiff war die Stimmung gedämpft - Philipp Krause und Co. schafften es nicht, den Sack zuzumachen und zwei Punkte nach Hause zu entführen. Dabei wäre ein Erfolg definitiv drin gewesen. „Wir hatten es selbst in der Hand, hier als Sieger vom Platz zu gehen. Die Niederlage ist hochgradig ärgerlich“, sagte Volker Mudrow im Anschluss an die Partie. Woran lag’s? Nun, in der entscheidenden Phase gab es zu viele Fehlwürfe, etwa kurz vor Schluss: Beim Stand von 26:27 war der MTV im Ballbesitz und Marko Karaula wollte einen schnellen Tempogegenstoß fahren. Der geplante Wurf zu Lasse Giese kam allerdings nicht an. Unglücklich, denn das hätte durchaus der Ausgleich sein können. Überhaupt gab es während der gesamten Partie zu viele Fehlwürfe, allein in der ersten Halbzeit derer zwölf. Sowohl im Angriff als auch in der Abwehr wurde teils zu fahrlässig agiert. Die gesamte Begegnung nun schlecht zu machen, würde der Braunschweiger Leistung allerdings nicht gerecht, denn es gab auch viele sehenswerte Spielzüge und Tore. Leon Krka hielt zudem drei Siebenmeter, Ariel Panzer - die meiste Zeit zwischen den Pfosten - glänzte mit zahlreichen Paraden. Und so kam es, dass die Mudrow-Schützlinge immer wieder vorn lagen, etwa beim 4:2 (7.), 7:6 (14.), 16:15 (35.), 18:16 (38.). Auch in der Schlussphase hatten sie zeitweise die Nase vorn, zuletzt beim 26:25 in der 54. Minute durch ein Tor von Niklas Mühlenbruch. Doch sollte es das letzte MTV-Tor dieser Partie gewesen sein. Die Niederlage ließ die Braunschweiger um einen Tabellenplatz nach hinten rutschen, sie sind nun Siebter mit 8:8 Punkten. Am Samstag kommt der Oranienburger HC in die Sporthalle Alte Waage, mit ebenfalls 8:8 Punkten Achter. Ob Niklas Mühlenbruch dann wird auf der Platte stehen können, ist noch fraglich: Er verdrehte sich in Magdeburg kurz vor Schluss das Knie. Eine Computertomografie soll Klarheit bringen. iri / Foto by Daniel Reinelt MTV: Ariel Panzer, Leon Krka, Marko Karaula (6), Kamil Pedryc, Vlatko Ranogajev (1), Tim Alex (4), Niklas Mühlenbruch (2), Niklas Wolters (2), Philipp Krause (4), Klaas Nikolayzik (2), Lasse Giese (3), Max Berthold (2), Fabian Donner

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Auf geht's nach Magdeburg - zum Favoriten

Braunschweig. Vier Siege aus sieben Partien, den vormaligen Spitzenreiter in die Schranken verwiesen, jede Menge Selbstvertrauen getankt - es könnte definitiv schlechter laufen für unsere Drittliga-Mannschaft. Nun, nach anderthalb Wochen Pause, steht das nächste Spiel auf dem Plan: Am Samstag reisen die Schützlinge von Volker Mudrow zur Bundesliga-Reserve des SC Magdeburg. Als Braunschweiger ist man derzeit ja dazu geneigt, immer mal wieder einen Blick auf die Drittliga-Tabelle zu werfen. Gern auch mehr als nur zwei, drei Mal. Sechster steht dort schwarz auf weiß, das liest sich aus MTV-Sicht richtig gut. Sechster von Sechzehn, oberes Drittel also mit der Tendenz nach oben, nicht nach unten. Das sagen uns die Zahlen, und die lügen nicht. Da unten aber, da schlummert derzeit der SC Magdeburg II, kommender Gegner des MTV. Vorletzter ist der Sportclub, lediglich zwei Siege konnte er bisher verbuchen; da ist ja wohl klar, wer bei dieser Begegnung den Favoritenhut auf hat, oder? Denkste! „Es mag für den einen oder anderen vielleicht komisch klingen, aber in meinen Augen sind die Magdeburger die Favoriten, nicht wir“, sagt Coach Volker Mudrow. Die Elbstädter seien eine sehr junge Truppe, viele hätten noch vor kurzem um die deutsche Meisterschaft der A-Jugend mitgespielt, alle wollen sich für die Bundesliga empfehlen. „Damit ist die Truppe brandgefährlich.“ In der Tat gehören zwei Akteure zur Mannschaft, die auch regelmäßig bei der Ersten auflaufen und von entsprechendem Kaliber sind: Linksaußen Justus Kluge und Rückraumspieler Juan de la Pena. Beide unter 21 Jahre alt, haben sie die Spielberechtigung für beide Teams. Aber auch andere machten bisher auf sich aufmerksam, Max Neuhaus etwa, er traf bereits 38 Mal ins gegnerische Tor. Fünf Mal war das Team von Trainer Vanja Radic in dieser Saison bisher unterlegen, gewann aber auch gegen zwei ganz starke Mannschaften: gegen Empor Rostock (27:24), aktueller Spitzenreiter, sowie Altenholz (31:30), bis vor kurzem Branchenprimus. Und noch ein paar Zahlen: Waren die Magdeburger in der vergangenen Saison der Staffel Ost zugeteilt und somit nicht Gegner des MTV - sie schlossen dort als Zwölfter ab -, trafen beide in der Spielzeit 2016/17 aufeinander. Und beide Male waren die Sachsen-Anhalter das bessere Team: Auswärts unterlag der MTV 28:30, vor eigenem Publikum gar 24:30. In diesen Partien war Philipp Krause übrigens stärkster Mann auf der Platte - mit neun respektive elf Toren. Das darf am Samstag gern wieder so sein, dann aber am liebsten bei einem MTV-Sieg. Damit der Braunschweiger weiterhin geneigt ist, immer mal wieder und voller Freude einen Blick auf die Tabelle zu werfen… iri / Foto by Daniel Reinelt SC Magdeburg II - MTV Braunschweig Samstag, 10. Oktober, 19 Uhr (H.-Gieseler-Sporthalle Magdeburg, Klaus-Miesner-Platz 2, 39108 Magdeburg)

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Bescheidener Torgarant

Braunschweig. Wenn Tim Alex aufs Tor wirft, dann ist ordentlich Wumms dahinter. Und das macht er zunehmend und sehr vielversprechend. Allein in den ersten sieben Partien der neuen Drittliga-Saison traf er 27 Mal. Längst gehört der 21-Jährige zu den Stammspielern des MTV-Teams. 1,90 groß, 98 Kilo schwer - Gardemaß für einen Rückraumspieler. Wenn man wie Tim Alex den Körper dann noch entsprechend einsetzt und die technischen Fertigkeiten besitzt, dann darf ein Coach froh um solch einen Spieler in den eigenen Reihen sein. Ist er auch! „Tim ist quasi auf allen Positionen einsetzbar, das ist für jeden Trainer ein Traum“, sagt Volker Mudrow. Tim könne sowohl eine defensive als auch offensive Deckung spielen, und als linker Rückraumspieler sei er zunehmend durchsetzungsstark. „Er spielt ein überragendes 1 gegen 1. Vom Ergänzungsspieler ist er längst zum Stammspieler avanciert.“ Viele lobende Worte, die einem so jungen Spieler gut tun. Und doch bevorzugt der künftige Lehramts-Student für Sport, Geschichte und Politik die leisen Töne. Bitte nicht zu sehr im Mittelpunkt stehen, stattdessen ganz im Dienste der Mannschaft. Sympathischer Teamplayer! Bereits in der vergangenen Saison spielte sich Tim Alex mehr und mehr in die vordere Reihe, zeigte zunehmend Konstanz und sorgte so manches Mal für entscheidende Impulse. Die vermehrte Spieldauer auf der Platte brachte ihn nach eigenem Bekunden besonders voran. „Natürlich ist das Training sehr wichtig. Aber nur im Spiel holt man sich die nötige Härte und das Selbstvertrauen. Man wird mit der Zeit einfach souveräner.“ Etwa, um in bestimmten Situationen die richtigen Entscheidungen zu treffen. So geschehen in der Partie gegen den DHK Flensborg, acht Tore steuerte der 21-Jährige zum wichtigen Sieg bei. „Das war das bestes Spiel, was ich je von Tim gesehen habe“, lobte Volker Mudrow. Seine bisherige Schwachstelle ist er aktiv angegangen: die Kondition. Er habe im Sommer noch mal draufgelegt und ein paar Extraschichten geschoben, sagt der Rechtshänder. Zudem habe er die gemeinsame Vorbereitung sehr ernst genommen und keine einzige Trainingseinheit verpasst. Das Ergebnis: noch mehr Athletik. Mit 21 Jahren in solch verantwortungsvoller Rolle, und dann noch bei den Heimspielen vor 1000 Zuschauern - kommt da nicht auch vermehrt Druck auf? „Natürlich bin ich vor den Spielen angespannt“, sagt Tim Alex, „aber das ist ja auch gut. Nervös aber nicht ich nicht.“ Nein, Druck verspüre er keinen. Dass das Braunschweiger Team in der Saison noch einiges wird bewegen können, daran glaubt er fest. Auch wenn er den Abgang von „Calle“ Seekamp in der Abwehr sehr bedauert, „der fehlt uns in der Defensive schon sehr“. Aber dann müssten eben die ganz jungen Kollegen ran - so wie einst Tim Alex. 17 Tore warf der sympathische Braunschweiger in der vorletzten Saison, in der vergangenen Spielzeit waren es 55. Und dieses Jahr? Mit bis dato 27 Toren ist er nach Philipp Krause (55) und Marko Karaula (38) und drittbester Werfer. Es kann gern so weitergehen mit den Treffern, am besten gleich bei der kommenden Partie am Samstag gegen den SC Magdeburg II ... iri / Foto by Daniel Reinelt

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Einfach nur genial - Sieg gegen Tabellenführer Altenholz

Braunschweig. Einfach nur schön! Einfach zum Genießen! Die Mudrow-Jungs haben Ligaprimus TSV Altenholz nach großartiger Leistung mit 30:28 (18:14) niedergerungen und somit einem der Großen der dritten Liga ein Bein gestellt. Die nahezu ausverkaufte Sporthalle Alte Waage bebte, Zuschauer wie Spieler waren nach dem Schlusspfiff völlig aus dem Häuschen. Und das zurecht, denn dieser Sieg war absolut verdient. Es gibt Mannschaften, die liegen einem; jene, gegen die man sportlich irgendwie immer gut aussieht, gegen die es einfach läuft. Der MTV gehört aus Altenholzer Sicht nicht dazu. Bereits in der vergangenen Saison musste der Nordklub eine herbe Schlappe in der Löwenstadt einstecken, vermasselte sich dadurch die Aufstiegschancen und muss erneut in der dritten Liga ran. Und nun das! Wieder eine Niederlage in Braunschweig. Zwar bleibt Altenholz vorerst an der Tabellenspitze, doch der eine oder andere Kontrahent kann, sollte am Wochenende gepunktet werden, am TSV vorbeiziehen. Der hervorragende sechste Tabellenrang des MTV könnte am Wochenende ebenfalls kippen, aber egal. Vier Siege + drei Niederlagen = ein positives Punkte-Verhältnis! Das ist für eine Mannschaft, die von vielen als DER Abstiegskandidat prognostiziert worden war, aller Ehren wert. So kann es gern weitergehen. Zum Spiel: Es begann wie erwartet, die favorisierten Gäste gingen mit einigen Toren in Führung. Der MTV leistete sich zu viele Fehlwürfe und technische Fehler, in der Abwehr wurde viel zu passiv agiert. Beim 3:7 in Minute 12 riss Coach Volker Mudrow dann der Geduldsfaden, er nahm ein Time-out und - um es mal deutlich zu formulieren - faltete seine Spieler verbal zusammen. Diese Ansprache rüttelte wach. Bereits zehn Minuten später ging seine Mannschaft durch einen Treffer von Niklas Wolters erstmals in Führung (11:10). Zwar schafften die Gäste noch einmal den Ausgleich, doch nach der neuerlichen Führung durch Philipp Krause, der ein ganz starkes Spiel zeigte und ein Dutzend Tore beisteuerte, gab der MTV diese bis zum Pausenpfiff nicht mehr aus der Hand. Die Halbzeit-Führung von 18:14 war aus Braunschweiger Sicht sehr ungewöhnlich. „Wenn wir in unseren Spielen zur Pause überhaupt mal vorn liegen, dann vielleicht mit einem Tor, mehr aber nicht“, meinte Kreisläufer Klaas Nikolayzik nach dem Schlusspfiff. Ungewöhnlich, aber irgendwie auch beruhigend. Doch wer glaubte, dass es nun entspannt weiterging, der irrte gewaltig. Selbst nach dem Fünf-Tore-Vorsprung in der 47. Minute (25:20) war der Erfolg längst nicht in trockenen Tüchern. „Uns war bis zum Schluss klar, dass es noch hätte kippen können“, sagte Volker Mudrow später. Starker TSV-Akteur Malte Voigt etwa traf zehn Mal und war bis zum Abpfiff brandgefährlich. Doch es kippte nicht: Der MTV rettete seinen Vorsprung über die Zeit und durfte seinen vierten Saisonsieg bejubeln. Neben der großartigen Leistung Philipp Krauses war es vor allem Torhüter Leon Krka, der einen Sahnetag erwischt hatte. Er fischte immer wieder scheinbar unhaltbare Bälle heraus und dürfte den Kontrahenten damit zur Verzweiflung gebracht haben. Auch die Deckung mit Kamil Pedryc und Niklas Mühlenbruch - Letzterer kämpfte trotz starker Krämpfe gegen Ende unermüdlich weiter - war ein Schlüssel zum Erfolg. Nun hat der MTV anderthalb Wochen Pause, bis es am 13. Oktober nach Magdeburg zur Bundesliga-Reserve des SC geht. Der Körner-Bus nimmt Fans sehr gern mit. Ansonsten steht das nächste Heimspiel am 20. Oktober gegen Oranienburg an. Schon mal vormerken! iri / Foto by Daniel Reinelt MTV: Ariel Panzer, Leon Krka, Marko Karaula (2), Kamil Pedryc (1), Vlatko Ranogajec, Tim Alex (1), Niklas Mühlenbruch (1), Niklas Wolters (3), Philipp Krause (12), Klaas Nikolayzik (3), Lasse Giese (3), Max Berthold (4), Fabian Donner

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Es war einmal… Ligaprimus Altenholz kommt

Braunschweig. Es geht derzeit Schlag auf Schlag: Nach dem deutlichen wie erfreulichen Erfolg bei der SG Flensburg-Handewitt II am Samstag steht unseren Drittligisten bereits die nächste Aufgabe bevor. Und die ist alles andere als leicht, denn kein Geringerer als Ligaprimus Altenholz kommt in die Alte Waage. Der TSV steht mit 10:2-Punkten an der Tabellenspitze und will auch in Braunschweig punkten. Und unsere Jungs? Die haben Respekt, aber ganz sicher keine Angst. Da war mal was… Werfen wir einen kurzen Blick zurück. Es war der 15. April diesen Jahres, als der MTV in Sachen Tabellensituation in der zweiten Drittliga-Saison mit dem Rücken zur Wand stand und händeringend Punkte benötigte, um das Ziel Klassenerhalt zu erreichen. Der Kontrahent an diesem Abend: Der TSV Altenholz, Tabellenzweiter und absoluter Favorit für die Partie. Der Ausgang ist vielen bekannt: Die Mudrow-Jungs erwischten einen überragenden Tag, bezwangen die Gäste nach einer 1a-Leistung mit 32:27 und machten einen ganz wichtigen Schritt im Kampf gegen den Abstieg. Der Abend damals vermittelte fast den Eindruck, dass der große TSV, Talentschmiede des Bundesligisten THW Kiel, die „kleinen“ Braunschweiger unterschätzte. Nun, darauf erneut zu hoffen, dürfte Wunschdenken bleiben - die Gäste werden gewarnt sein… „Die Mannschaft spielt gnadenlos Tempo und ohne viel Firlefanz“, sagt MTV-Coach Volker Mudrow über die Truppe von Mirko Baltic. „Um eine Chance gegen sie zu haben, müssen wir 100 Prozent da sein.“ Altenholz trainiere unter professionellen Bedingungen und gehöre ganz klar zu den Aufstiegskandidaten. Der Saisonstart des Nordklubs war in der Tat recht verheißungsvoll, er legte vier Siege vor. Dann aber verlor er gegen die Bundesliga-Reserve des SC Magdeburg - eine Niederlage, mit der man überhaupt nicht gerechnet hatte. In der anschließenden Partie daheim gegen den Tabellenletzten TSV Burgdorf II am vergangenen Wochenende wurde lediglich ganz knapp gewonnen (28:27), bis zur allerletzten Sekunde stand der Sieg auf Messers Schneide. Und dennoch bleiben die Braunschweiger bescheiden: „Natürlich ist Altenholz haushoher Favorit gegen uns“, so Volker Mudrow. Aber man wolle wieder alles daran setzen, den Ligaprimus zu ärgern. Der MTV-Trainer hat alle Mann an Bord, einzig hinter dem Einsatz von Felix Geier steht weiter ein Fragezeichen. iri / Foto by Daniel Reinelt MTV Braunschweig - TSV Altenholz Mittwoch, 3. Oktober, 17 Uhr (Sporthalle Alte Waage, Weberstraße 2-3, 38100 Braunschweig)

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Souveräner Auswärtserfolg im hohen Norden

Braunschweig. Welch ein souveräner Sieg, und dann auch noch auswärts! Mit 28:19 (12:8) haben unsere Drittliga-Handballer Gastgeber Flensburg-Handewitt II nicht den Hauch einer Chance gelassen. Nach dem nun dritten Erfolg im sechsten Saisonspiel kletterte die Mannschaft von Volker Mudrow auf den achten Tabellenplatz. Gefühlt endlos viele Kilometer fressen, vor fast leeren Rängen antreten: Die Partie bei der SG Flensburg-Handewitt II zählt für die Braunschweiger ganz sicher nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen in Sachen Handball. Und doch haben sie sich von den äußeren Umständen völlig unbeeindruckt gezeigt und gingen hochkonzentriert ans Werk. Chapeau vor diesem Auswärtssieg, auch wenn dieser durchaus höher hätte ausfallen können! Das Spiel ist recht schnell erzählt: In der dritten Minute brachte der starke Philipp Krause - mit sage und schreibe 13 Treffern der mit Abstand erfolgreichste Torschütze an diesem Abend - sein Team in Führung; diese wurde bis zum Schlusspfiff nicht mehr abgegeben. Neben der Torgefahr des 21-Jährigen war es vor allem eine solide Abwehrleistung, die den Erfolg zu keiner Zeit in Gefahr brachte. An der defensiven Deckung bissen sich die Gastgeber die Zähne aus, fanden kein Mittel durchzukommen. Und wenn doch, dann scheiterten sie meist an dem einmal mehr sehr starken Ariel Panzer. „Das war wirklich sehr souverän“, freute sich Volker Mudrow nach dem Schlusspfiff. Wenn es etwas zu bemängeln gebe, dann die teils fahrlässige Chancenverwertung. „In der ersten Halbzeit hätten wir durchaus sieben, acht Tore mehr erzielen können. Es gab eindeutig zu viele Fehlwürfe und Fehlpässe.“ Sonderlob gab es dafür für Kamil Pedryc und Niklas Mühlenbruch, die beiden hätten einen super Abwehr-Innenblock gebildet. „Das haben sie ganz stark gemacht. Flensburg war hier völlig ideen- und ratlos.“ Aktuell Tabellen-Achter In bis dato sechs Spielen hat unser Drittligist drei Siege verbuchen können, das bedeutet einen sehr respektablen achten Tabellenplatz. Nicht auszudenken, wie die Mannschaft hätte dastehen können, hätte sie nicht die Begegnung gegen Hannover-Burgwedel verdaddelt. Aber egal, der Blick geht nach vorn: Bereits am Mittwoch steht die nächste Aufgabe an. Dann kommt der Tabellenerste TSV Altenholz in die Sporthalle Alte Waage. Es dürfte einmal mehr ein spannender und kurzweiliger Handball-Abend werden. iri MTV: Panzer, Krka, Karaula (4), Pedryc (1), Ranogajec, Alex (5), Mühlenbruch, Wolters, Krause (13), Nikolayzik (3), Giese (1), Berthold (1), Donner

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MTV hofft bei Flensburg-Handewitt II auf Wiedergutmachung

Braunschweig. Nach der unglücklichen und unnötigen Niederlage in Hannover Burgwedel wollen unsere Drittliga-Handballer wieder ihren Spielfluss finden. Es geht zur Bundesligareserve der SG Flensburg-Handewitt - einer Mannschaft, mit der der MTV in den vergangenen Spielzeiten stets harte Kämpfe ausgefochten hat. Ariel Panzer dürfte die vergangene Begegnung beim Nordklub im April diesen Jahres noch in schlechter Erinnerung sein. Es war in der zwölften Minute, als der Torwart einen Gegenspieler bei dem Versuch, den Ball beim Tempogegenstoß abzufangen, zu Fall gebracht hatte und in der Folge disqualifiziert wurde. „Das war so ärgerlich, denn ich habe ihn nicht absichtlich umgehauen, sondern bin ausgerutscht“, grämte er sich nach der Partie. Für ihn kam Milan Cucuz ins Tor. Dieses Ereignis war nur einer der Gründe für die 25:30-Niederlage - es waren vor allem die vielen nicht genutzten Torchancen, die einen Erfolg verhinderten. Im Rückspiel revanchierten sich die Braunschweiger dann aber und gewannen vor eigenem Publikum in einer wenig torreichen Partie mit 19:18. Nun geht es also wieder weit in den Norden. Es gibt sicher verheißungsvollere Aufgaben als die gegen Flensburg-Handewitt II: Die Busfahrt wird Minimum fünf Stunden dauern, in die Wikinghalle finden sich in der Regel keine 100 Zuschauer ein, so dass kaum Stimmung aufkommt. „Das ist schon eine besondere Herausforderung. Da heißt es, sich ganz besonders am Riemen zu reißen“, sagt MTV-Coach Volker Mudrow. Die Gastgeber müssen auf ihren Spielmacher Jörn Persson verzichten, der nach einem Fußbruch wohl länger ausfallen wird. Doch ist die Mannschaft mit vielen jungen und ambitionierten Akteuren bestückt, die in der A-Jugend meist um die deutsche Meisterschaft mitkämpfen und wohl alle den Profihandball als Ziel haben. SG-Trainer Michael Jacobsen hat mit seinem Junior-Team bisher lediglich drei Partien absolviert: Gegen den VfL Potsdam wurde daheim gewonnen, Niederlagen gab es gegen die HSG Ostsee N/G und gegen die TSV Burgdorf II. Auf Seiten der Braunschweiger sind bis auf Felix Geier, der wegen seiner Leistenprobleme die Woche nur sehr eingeschränkt trainieren konnte, alle Mann an Bord. iri SG Flensburg-Handewitt II - MTV Braunschweig Samstag, 29. September, 19 Uhr (Wikinghalle, Alter Kirchenweg 38, 24983 Handewitt)

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Unnötige Niederlage in Burgwedel

Braunschweig. Das war ärgerlich! Bei Hannover-Burgwedel hatte unser Drittliga-Team alle Möglichkeiten auf den dritten Sieg in Folge, vergab diese aber allzu fahrlässig. Am Ende hieß es 23:29 (14:13) - welch unnötige Niederlage. Es hätte ein so schöner Abend werden können. Die Mannschaft von Volker Mudrow spielte ansehnlichen Handball, setzte sich nach rund 20 Minuten mit drei Toren ab (12:9) - hier in Burgwedel war eindeutig etwas zu holen. Auch die 2-Minuten-Strafe gegen Ariel Panzer, der zwei Kopftreffer hatte einstecken müssen und darüber zurecht erbost war, und einige vergebene Chancen zum Führungsausbau trübten die Stimmung nicht. Mit 14:13 ging es in die Pause. Was dann folgte, war kaum zu erklären und verursachte bei den mitgereisten Fans ratlose Gesichter. Nachdem Philipp Krause und der treffsichere Klaas Nikolayzik noch zum 16:13 trafen, passierte auf Seiten des MTV … nichts. Vorn wurde einfach nicht mehr getroffen, hinten viel zu viel zugelassen. Die Folge: Den Braunschweigern gelang eine knappe Viertelstunde kein einziges Tor, Burgwedel dagegen machte gleich acht. Die Linkshänder Thomas Bergmann und Kay Behnke konnten nach Belieben walten und drehten die Partie fast im Alleingang. 16 Minuten vor Schluss stand es 16:21, ein nicht mehr aufzuholener Rückstand. Der MTV machte zwar noch das ein oder andere Tor, aber auch die Gastgeber trafen. Einen Aufreger gab es noch drei Minuten vor dem Schlusspfiff, als Volker Mudrow wegen Meckerns von den Schiedsrichtern die rote Karte sah und von der Bank musste. Zu diesem Zeitpunkt war die Partie allerdings längst entschieden. „Die erste Halbzeit läuft gut, auch wenn ein Ausbau der Führung verdaddelt wurde. Das war fahrlässig“, sagte der Coach im Anschluss der Begegnung. Nachdem dann zu Beginn der zweiten Halbzeit nichts mehr geklappt habe, sei der psychologische Vorteil bei den Gastgebern gewesen. „Es ist ärgerlich, denn wir hatten alle Chancen zu gewinnen. Aber es gibt einfach solche Spiele“, so Volker Mudrow. Also abhaken und weitermachen heiße die Devise. Marko Karaula, in den vergangenen Spielen ein Torgarant, hatten einen rabenschwarzen Tag erwischt, Lasse Giese sich durch eine sehr gute Leistung hervorgetan. Kommenden Samstag müssen unsere Drittligisten die lange Reise nach Flensburg antreten, dann geht es gegen die Reserve von Bundeslist Flensburg-Handewitt. Das Team hat zwar erst drei Partien absolviert, konnte allerdings erst einmal gewinnen und steht somit auf dem drittletzten Tabellenplatz - vier Ränge hinter dem MTV. iri MTV: Panzer, Krka, Karaula (2), Pedryc, Ranogajec, Alex (4), Mühlenbruch, Körner, Wolters, Krause (5), Nikolayzik (6), Giese (5), Berthold (1), Donner

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