1. Herren

Oben von links:
Lucas Meurer (Nr. 4), Lasse Giese (Nr. 32), Jannes Bikker (Nr. 11), Carl-Philipp Seekamp (Nr. 19), Niklas Mühlenbruch (Nr. 10), Philipp Krause (Nr. 15), Ivan Kucharik (Nr. 89)

Mitte von links:
Niklas Wolters (Nr. 13), Yann Hoffmann (77), Co-Trainer Udo Falkenroth, Trainer Volker Mudrow, Abteilungsleiter Hans-Werner Gebert, Tim Alex (Nr. 9), Kjell-Mogen König (Nr. 2)

Unten von links:
Fabian Donner (Nr. 7), Klaas Nikolayzik (Nr. 20), Ariel Panzer (Nr. 28), Timon Wilken (Nr. 69), David Suilmann (Nr. 1), Patrick Reckewell (Nr. 6), Lars Körner (Nr. 22)

Auf dem Foto fehlen:

Sebastian Czok, Noah Grabitz

 

Tabelle
Spielplan
Torschützenliste


Punktgewinn in Springe – auch dank David Suilmann

Springe. Sensationeller Punktgewinn für unser Drittliga-Team: Trotz zeitweise großen Rückstands holten die Jungs um Volker Mudrow ein 26:26 (15:11)-Remis bei den Handballfreunden Springe. Die Wende leitete ausgerechnet der A-Jugendliche David Suilmann ein. Es war sein erster Einsatz in der dritten Liga, und es war ein ganz starker. Der 18-jährige David Suilmann, in Springe als Ersatz für den verletzten Ariel Panzer im Kader, kam kurz vor der Halbzeitpause für Timon Wilken ins MTV-Tor – und brachte die Löwenstädter durch klasse Paraden wieder ins Spiel. „Das war sensationell“, gab es Lob von höchster Stelle, „genau die Geschichten sind es, die unser Team auszeichnen“, so Volker Mudrow. Aber der Reihe nach. Dass es ganz schwer werden würde, gegen die Gastgeber zu bestehen, war im Vorfeld klar. Starke bisherige Bilanz mit vier Siegen und nur einer Niederlage; erfahrenes Team, das vor zwei Jahren noch in der zweiten Liga spielte; mit Sebastian Preiß einen Weltmeister von 2007 in seinen Reihen – Belege gab es genug. Um in Springe erfolgreich zu sein, musste eine besonders gute Leistung des MTV her. Und danach sah es in der ersten Hälfte so gar nicht aus. Wie schon im Heimspiel gegen Schwerin kam der MTV auch in der Stadt am Deister zunächst nicht in Tritt. Die Deckung stand nicht kompakt, Timon Wilken hielt nicht berauschend, im Angriff haperte es. Kurzum: Zunächst ging nicht viel zusammen. Das machte sich auch im Zählbaren bemerkbar: Nach 26 Minuten führte Springe mit 14:7. Durch zwei Treffer von Lars Körner sowie Philipp Krause kam Braunschweig bis zum Halbzeitpfiff immerhin auf vier Treffer heran (15:11). In Durchgang zwei dann sahen die mitgereisten Fans ein ganz anderes Team. David Suilmann parierte einen Ball nach dem anderen und brachte seinen Vorderleuten so die nötige Sicherheit, die Deckung stand nun viel kompakter, und vorn wurden teilweise wunderschöne Tore erzielt. Ein paar Beispiele für eine starke zweite Halbzeit gefällig? Zwei Kempa-Tricks gelangen, einmal durch Yann Hoffmann, einmal durch Philipp Krause; Kreisläufer Niklas Wolters traf drei Mal und holte zudem drei Siebenmeter heraus; Tim Alex machte ebenfalls drei Tore, das dritte zum ganz wichtigen 21:21-Ausgleich. Der MTV kämpfte mit Leidenschaft. Die letzten zehn Minuten gerieten dann zu einem echten Krimi. Keines der Teams konnte sich entscheidend absetzen, immer wieder kam es zum Ausgleich. Timon Wilken stand wieder zwischen den Pfosten und machte seine Sache nun richtig gut. Bei einem unglücklichen Zweikampf bekam Ivan Kucharik einen gegnerischen Finger ins Auge, musste zunächst auf die Bank und fehlte seinem Team. Nichts für schwache Nerven! Anderthalb Minuten vor dem Schlusspfiff traf Springe zum 26:25, nun war es also am MTV, nachzulegen. Auszeit durch Volker Mudrow, dann ein Foul durch Springe und ein Siebenmeter für Philipp Krause – den er zum Glück eiskalt verwandelte. 26:26, das Spiel war vorbei, der Jubel beim MTV riesengroß. Beste Stimmung für die anschließende Party bei Sebastian Czok, der seinen 26. Geburtstag mit den Jungs feierte. Ein Punkt in Springe – ein wahrlich schönes Geschenk... iri/Foto: Reinelt/PresseBlen.de MTV: Wilken, Suilmann, König, Czok (4), Alex (3), Wolters (3), Krause (5), Seekamp, Nikolayzik (1), Körner (3), Giese, Hoffmann (4), Kurachik (3)

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Mit Springe wartet ein harter Brocken

Braunschweig. Mund abwischen, weitermachen! Nach der Heimniederlage am vergangenen Wochenende gegen Schwerin wollen unsere Drittliga-Jungs am Samstag bei den Handballfreunden Springe ein gutes Spiel abliefern – und am liebsten mit Punkten im Gepäck zurückkehren. Das werde allerdings, so Coach Volker Mudrow, kein leichtes Unterfangen. „Springe ist ein harter Brocken, das wird extrem schwer.“ Schaut man sich die Vereinsbilanz der vergangenen Jahre an, will man das gern glauben: Springe belegte stets vordere Plätze in der dritten Liga, in der Saison 2015/16 schnupperte die Mannschaft gar Zweitligaluft. Und auch in diesem Jahr lief es bis dato rund: Von den fünf Partien wurden vier gewonnen, lediglich die Begegnung bei den Mecklenburger Stieren ging verloren. Und auch auswärts konnte die Mannschaft von Trainer Oleg Kuleshow, ehemaliger russischer Nationaltrainer, bereits punkten (bei DHK Flensborg). Mit 8:2-Zählern steht Springe somit auf Rang fünf – einen Platz höher als Braunschweig. Und wo liegt nun Springes Stärke? „Sie sind individuell sehr gut, Tim Otto etwa und Maximilian Schüttemeyer sind stark“, so Volker Mudrow. Letzterem gelangen in Flensborg ganze zehn Treffer. Mit Sebastian Preiß haben sie zudem einen Weltmeister von 2007 in ihren Reihen. „Springe ist einfach ein sehr diszipliniertes Team.“ Natürlich müssen sich die Löwenstädter nicht verstecken. Mit 8:6-Punkten stehen sie deutlich besser da als vor einem Jahr. Die erste Halbzeit der vergangenen Partie daheim gegen Schwerin war zwar – gelinge gesagt – ausbaufähig, aber schon in Durchgang zwei machten sie ihre Sache richtig gut. Das lässt hoffen! Ariel Panzer wird gegen sein ehemaliges Team – 2014/2015 stand der 43-Jährige für Springe zwischen den Pfosten – wegen seiner Zerrung zwar passen müssen, aber mit Timon Wilken steht adäquater Eratz parat. Yann Hoffmann trainierte einige Tage nicht mit dem Team, da er bei einem Lehrgang der luxemburgischen Nationalmannschaft aktiv war. Für Sebastian Czok wäre ein Erfolg ein schönes Geschenk – er feiert am Samstag seinen 26. Geburtstag. iri/Foto: Agentur Hübner HF Springe – MTV Braunschweig 21.10.17 um 18 Uhr (Schulzentrum Süd I, Harmsmühlenstraße, 31832 Springe)

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Erste Heimniederlage – 22:28 gegen Schwerin

Braunschweig. Im vierten Heimspiel ist es passiert: Nach drei Siegen vor eigenem Publikum ging unser Drittligateam Samstagabend erstmals in dieser Saison als Verlierer vom Platz. Vor fast ausverkaufter Halle in der Alten Waage (1120 Zuschauer) unterlag es den Mecklenburger Stieren mit 22:28 (7:14). Besonders bitter: Ariel Panzer musste gegen sein Ex-Team nach kurzer Zeit wegen einer Zerrung passen. Dabei fing es so verheißungsvoll an für den MTV und vor allem für den 43-Jährigen. Er zeigte sich in bestechender Form und verhinderte durch starke Paraden eine frühe Gästeführung. Nachdem er einen Siebenmeter gehalten hatte, ballte er die Faust in Richtung Zuschauer - der Deutsch-Argentinier wollte, das war deutlich zu spüren, gegen seine ehemaligen Mitstreiter punkten. Doch in der zehnten Minute - beim Stand von 2:4 - machte er einen unglücklichen Schritt, so dass die Oberschenkel-Zerrung, die er sich vor ein paar Tagen zugezogen hatte, vollends aufbrach. Mit hängendem Kopf humpelte er vom Platz. „Ich bin so enttäuscht. Gerade gegen Schwerin wollte ich zeigen, was ich kann“, sagte ein bedröppelter Ariel in der Halbzeitpause. Zu dieser Zeit lagen die Braunschweiger bereits mit 7:14 hinten – und hatten ihre bis dato wohl schlechteste Saisonleistung gezeigt. Vor allem im Angriff zeigten sie sich an diesem Abend alles andere als zwingend: Viel zu viele Würfe blieben in der Schweriner Deckung hängen oder wurden vom starken Torhüter Kominek gehalten. „Wir hatten allein in der ersten Halbzeit 16 Fehlwürfe. Die Torquote lag bei deutlich unter 30 Prozent“, analysierte Co-Trainer Udo Falkenroth nach dem Abpfiff. Symptomatisch für die MTV-Leistung war die 20. Minute: Lars Körner kam durch einen Abstauber frei zum Wurf – und zimmerte den Ball weit übers Tor... Zwischen Minute 15 und 23 trafen die Braunschweiger nicht ein einziges Mal, so dass der Treffer von Sebastian Czok zum 5:10 beinahe einer Erlösung glich. Der 25-Jährige war es aber auch, der mit sieben Fehlwürfen besonders häufig scheiterte. Wie er wirkten seine Teamkollegen viel zu verkrampft. Hinzu kam, dass sie mit Schwerin einem absoluten Topteam gegenüberstanden. „Die Mannschaft ist bärenstark, sie haben 7, 8 Profis in ihren Reihen und trainieren teilweise zweimal am Tag“, so Udo Falkenroth. Umso höher sei die Leistung der MTVer im zweiten Durchgang einzuschätzen, denn nach der ersten schwachen Halbzeit spielten sie nun richtig stark. Die Abwehr stand jetzt viel besser, so dass Schwerin nur schwer zum Torabschluss kam. Und im Angriff waren die Braunschweiger viel zwingender und kämpften sich immer mehr heran. Die Zuschauer spürten, dass vielleicht doch noch eine Überraschung in der Luft lag, der Torabstand betrug immer wieder nur noch vier Tore (19:23 in Minute 52; 22:26/58.). Doch am Ende sollte es nicht mehr reichen. Dass die Leistung der Schiedsrichter – es gab immer wieder zweifelhafte Entscheidungen gegen die Gastgeber – Grund für die Niederlage gewesen sei, wollte Udo Falkenroth nicht bestätigen. „Die haben wir uns durch die schlechte erste Halbzeit selbst zuzuschreiben.“ Und dennoch fand er viele Pfiffe gegen den MTV nicht gerechtfertigt, das hätten die Zuschauer ebenso gesehen und mit Pfeifkonzerten entsprechend reagiert. „Sie haben uns ohnehin klasse unterstützt, das war heute besonders klasse.“ Braunschweig ist nach der Niederlage mit 8:6-Punkten Tabellen-Sechster, am kommenden Samstag reisen sie zum Fünften Springe. iri/Foto: Agentur Hübner MTV: Panzer, Wilken, König, Czok (4), Alex (2), Wolters, Krause (4), Seekamp, Nikolayzik (6), Körner, Giese, Hoffmann (4), Kurachik (2)

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Der Spieler für den sicheren Rückhalt

Braunschweig. Es ist ein Treffen der besonderen Art. Wenn die Drittligamannschaft des MTV am Samstagabend in der Sporthalle Alte Waage die Mecklenburger Stiere empfängt, steht Torwart Ariel Panzer seinen ehemaligen Weggefährten gegenüber. Zwei Jahre kämpfte er mit den Schwerinern zusammen in der dritten Liga. Wird sich ein mulmiges Gefühl breit machen? „Nein, im Gegenteil, ich freue mich sehr. Die Zeit war sehr schön“, sagt der 43-Jährige. Neben den ehemaligen Mitspielern wird er auch auf einige Schwerin-Fans treffen, die ihm noch immer die Treue halten und von denen der ein oder andere bereits beim vergangenen Heimspiel gegen Rostock angereist war. „Das ist natürlich ein schönes Gefühl.“ Einen Sonderbonus bekommen die Schweriner freilich nicht, seit Beginn der laufenden Saison steht der Deutsch-Argentinier mit der stattlichen Statur für den MTV zwischen den Pfosten und ist voll und ganz Löwenstädter. Er mag die Stadt sehr, sagt er, und vor allem mag er die Mannschaft. „Die Jungs sind super, solch eine Stimmung hatte ich selten in einem anderen Team. Das macht viel Spaß.“ Da er im selben Haus wie Ivan Kucharik und um die Ecke von Yann Hoffmann und Lars Körner wohnt, fahren die Vier oft gemeinsam zu den Trainingseinheiten. Allein das schweißt zusammen. Überrascht, so Ariel, sei er über das erste Training Mitte Juli gewesen: „Ich wusste, dass das Team gut ist, aber das es so professionell läuft, hatte ich nicht erwartet.“ Deshalb käme der gelungene Saisonstart nicht von ungefähr. Dennoch sei das vornehmliche Ziel noch immer der Klassenerhalt. „Gegen Schwerin sind wir jedenfalls nicht in der Favoritenrolle.“ Der Nachwuchs ist ihm ein Anliegen Einen besonderen Zugang hat Ariel zu Kindern und Jugendlichen: Zusammen mit Ivan Kucharik, Yann Hoffmann und Klaas Nikolayzik bringt er diese Woche den Nachwuchs beim Handball-Camp des MTV auf Trab. Außerhalb der Ferien betreut er zudem die E-Jugend – mit der Symbiose Lockerheit und Professionalität ist er ein echtes Vorbild für die Jüngsten. Der 43-Jährige ist also nicht abgehoben – und das, obwohl er jede Menge Erfolge aufweisen kann. Rund 500 Zweitligapartien (HSV Düsseldorf, HC Erlangen und VfL Bad Schwartau), um die 20 Einsätze in der ersten Liga (VfL Gummersbach), 38 Partien mit der argentinischen Nationalmannschaft und eine WM-Teilnahme: Seine Vita ist beeindruckend. Angesprochen auf seine breiten Schultern, zuckt Ariel selbige nur bescheiden: „Ich weiß gar nicht, warum sie so breit sind. Vielleicht, weil ich als Kind in Argentinien eine Zeit lang intensiv Rugby gespielt habe.“ Natürlich steckt auch jede Menge Arbeit darin, auch jetzt ackert er noch regelmäßig im Fitness-Studio an den Geräten. Dass er sich mit Braunschweigs weiterem Torwart Timon Wilken in die Quere kommt, schließt Ariel aus. „Wir kommen sehr gut miteinander klar. Wenn der eine spielt, ist der andere nicht sauer, sondern feuert ihn an. Das ist sehr angenehm.“ iri, Foto: Jens Bartels

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Schwerin kommt - Drittligist will daheim ungeschlagen bleiben

Braunschweig. Drei Heimspiele, drei Siege – unsere Drittliga-Mannschaft ist in der noch recht jungen Saison zu Hause eine Macht. Die Serie soll auch am Samstag fortgeführt werden: Dann treffen die Jungs von Coach Volker Mudrow in der Sporthalle Alte Waage auf die Mecklenburger Stiere Schwerin. Ein Selbstläufer wird das freilich nicht. Denn auch die Gäste aus dem Norden strotzen vor Selbstbewusstsein. Nach vier Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage stehen sie aktuell auf dem dritten Tabellenrang und sind entsprechend zufrieden mit dem Start. „Wenn uns im Vorfeld der Saison jemand gesagt hätte, dass wir mit 9:3-Punkten so weit oben stehen, hätten wir das wahrscheinlich ein bisschen belächelt“, sagte Schwerins Trainer Dirk Schimmler. Aber die gute Platzierung komme nicht von ungefähr: „Die Mannschaft ist sehr gut zusammengewachsen und macht uns unheimlich viel Freude.“ Das wissen auch die Verantwortlichen des MTV und sehen deshalb die Gäste in der Favoritenrolle. „Schwerin ist sehr stark, sie zu schlagen wird schwer. Aber wir werden versuchen, unsere Chancen zu suchen und zu nutzen“, sagte Co-Trainer Udo Falkenroth. Die Bilanz spricht für Schwerin: In der vergangenen Drittliga-Saison war Braunschweig sowohl auswärts (29:24) als auch vor eigenem Publikum (17:24) chancenlos gegen die Schimmler-Truppe. Und auch in der Vorbereitung auf die aktuelle Saison unterlag man den Stieren: Beim Turnier in Oranienburg hatten diese im Finale die Nase vorn. Allerdings musste der MTV ersatzgeschwächt aufs Parkett, dafür zog man sich noch achtbar aus der Affäre. „Die Partie kann man nicht so richtig werten, da wir noch nicht eingespielt waren und eben einige Spieler fehlten“, sagt MTV-Schlussmann Ariel Panzer. Für den Torwart wird es ein besonderes Spiel: Noch in der vergangenen Saison stand der 43-Jährige für den Nord-Verein zwischen den Pfosten. Er freue sich auf seine alten Weggefährten, „ich hatte eine sehr gute Zeit in Schwerin“. Dennoch wird er sicher den einen oder anderen Tipp für seine jetzigen Teamkollegen parat haben. iri/Foto: Reinelt/PresseBlen.de MTV Braunschweig – Mecklenburger Stiere Schwerin 14.10.17 um 19.30 Uhr (Sporthalle Alte Waage, Weberstraße 2-3, 38100 Braunschweig)

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Punktgewinn in Hannover – Ariel Panzer hext erneut

Hannover. Punktgewinn in der Landeshauptstadt – unser Drittligist trotzte dem HSV Hannover am Samstagabend auswärts ein 23:23-Remis ab (15:13 zur Halbzeit). Wesentlichen Anteil daran hatte einmal mehr Torwart Ariel Panzer, der vor allem in der zweiten Hälfte glänzte. „Ariel hat allein im zweiten Durchgang 17 Bälle gehalten, das war bärenstark und ein Schlüssel zum Erfolg“, sagte Co-Trainer Udo Falkenroth nach dem Abpfiff. Ein weiterer Grund für das Unentschieden: die Abwehr nach der Pause. „Wir haben auf 6:0 umgestellt und auf diese Weise Milan Mazic in den Griff bekommen.“ Der ungarische Nationalspieler ist Dreh- und Angelpunkt der Hannoveraner und war mit zehn Toren treffsicherster Spieler der Partie. Allein im ersten Durchgang holte der bullige Kreisläufer acht Siebenmeter heraus und verwandelte allesamt. „Mazic ist eine echte Granate, unfassbar stark“, so Udo Falkenroth. Zu Beginn der Begegnung bekamen die MTV’er den Top-Torjäger schwer zu fassen. Er waltete nach Belieben, aber immerhin blieb Braunschweig den Gastgebern dicht auf den Fersen, was das Zählbare anging. Mit zwei Toren Rückstand ging es in die Pause (15:13). MTV-Coach Volker Mudrow entschied sich für eine Umstellung der Abwehr, fortan spielten seine Jungs eine 6:0-Deckung, mit dabei der lange verletzte „Calle“ Seekamp. Ein weiser Schachzug, wie sich herausstellen sollte: Die Abwehr gewann zunehmend an Stabilität, Milan Mazic kam deutlich weniger zum Zuge und holte keinen einzigen Siebenmeter mehr heraus. Im MTV-Angriff war es einmal mehr Sebastian Czok, der gegen seine ehemaligen Teamkollegen traf und ebenso wie Yann Hoffmann fünf Tore verzeichnete. Bis zum Schluss stand das Spiel auf Messers Schneide, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Beim Stand von 23:23 mussten die Braunschweiger noch einmal zittern, als Hannover die letzten 14 Sekunden im Ballbesitz war. HSV-Spieler Bastian Riedel, ein Hüne von 2,10 Meter, warf unmittelbar vor dem Abpfiff mit voller Wucht aufs Tor, doch Ariel Panzer parierte glänzend und hielt somit den Punktgewinn fest. Ein Grund zum Jubeln für die rund 40 mitgereisten MTV-Fans, die ohnehin das gesamte Spiel für tolle Stimmung sorgten. MTV nun Tabellenvierter Die Braunschweiger kletterten durch den Punktgewinn auf Rang vier. Am kommenden Samstag empfangen sie mit den Mecklenburger Stieren aus Schwerin ein Top-Team, das ebenfalls in der oberen Tabellenregion zu finden ist. iri MTV: Panzer, Wilken, König, Czok (5), Alex (2), Wolters (1), Krause (3), Seekamp, Nikolayzik (4), Körner, Giese, Hoffmann (5), Kurachik (3)

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MTV muss nach Hannover – Czok trifft alte Weggefährten

Braunschweig. Für unseren Drittligisten steht das dritte Auswärtsspiel auf dem Plan, am morgigen Samstag geht es zum HSV Hannover. Die Tabellensituation lässt ein sehr enges Match vermuten. Der MTV steht mit 7:3-Punkten auf dem fünften, Hannover auf dem sechsten Rang (6:4). Die Mannschaft von Stephan Lux unterlag dem Oranienburger HC und DHK Flensborg, die Partien gegen die SG Flensburg-Handewitt II, VfL Fredenbeck und Empor Rostock wurden gewonnen. Aber, das hat schon die vergangene Saison gezeigt, eine bessere Tabellensituation ist längst keine Gewähr für ein erfolgreiches Abschneiden. MTV-Coach Volker Mudrow gibt die Favoritenrolle gern an den Kontrahenten ab, in dieser Partie sieht er allerdings kein Team deutlich in Front. „Wobei wir sehr auf Milan Mazic acht geben müssen, der ist bärenstark.“ Der Kreisläufer und ungarische Nationalspieler sei der herausragende Mann der Mannschaft. Der MTV strotzt vor Selbstvertrauen, nicht zuletzt nach dem Erfolg am vergangenen Samstag gegen Zweitliga-Absteiger Rostock. In der zweiten Halbzeit zeigte das Team, was in ihm steckt und bleibt daheim weiter eine Macht. Nun will man auch auswärts wieder punkten. Personell kann Volker Mudrow wieder aus dem Vollen schöpfen, einzig hinter Klaas Nikolayzik steht ein kleines Fragezeichen. „Er hat am Donnerstag wegen Grippe gefehlt, wird aber wahrscheinlich am Samstag wieder einsatzbereit sein.“ Für Sebastian Czok (Foto) wird es ein Treffen mit alten Bekannten: Der 25-Jährige spielte einst für die Hannoveraner. iri/Foto: Reinelt/PresseBlen.de HSV Hannover - MTV Braunschweig 07.10.17 um 19.30 Uhr (Misburg Sporthalle Alt, Ludwig-Jahn-Straße 8, 30629 Hannover)

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Drittligist bleibt daheim eine Macht – Erfolg auch gegen Rostock

Braunschweig. Welch eine Partie!!! Dank einer bärenstarken Leistung in der zweiten Halbzeit bezwang unser Drittligist die Gäste aus Rostock mit 31:25 (12:17) und bleibt daheim ungeschlagen. Durch den dritten Sieg im fünften Spiel steht der MTV nun auf dem dritten Tabellenrang. „Puh!“ MTV-Trainer Volker Mudrow musste nach dem Abpfiff erst einmal durchschnaufen, ihm waren die Strapazen des Spiels deutlich anzusehen. Eine verrückte Partie sei es gewesen mit Aufs und Abs und dem besseren Ende für sein Team. Und: „Einen wesentlichen Beitrag hat neben Yann und Klaas vor allem Ariel geleistet.“ Der Torwart glänzte in der Tat mit diversen Paraden und gab seinen Mitspielern immer wieder die nötige Sicherheit, die ihnen zwischenzeitig verloren gegangen schien. Ariel Panzer selbst zeigte sich nach dem Abfiff bescheiden. „Ich habe nur einige Bälle gehalten. Die Jungs waren stark.“ Gelegentliche Panzer-Sprechchöre der knapp 1000 Zuschauer während der Partie dürften ihn dennoch erfreut haben und waren Beleg für seine starke Leistung. Zum Spiel: Dass die Rostocker ein harter Brocken sein würden, war dem MTV natürlich bewusst. Vor allem aufgrund der ungewöhnlichen Spielweise: Die Norddeutschen begehen fast jeden Angriff mit sieben Feldspielern, indem sie ihren Torwart herausnehmen. Das macht das Spiel schwer berechenbar und zeitweise extrem langsam. „Die Spieler und Zuschauer müssen sehr geduldig sein“, hatte Volker Mudrow denn auch im Vorfeld gewarnt. Geduldig waren die Löwenstädter anfangs durchaus und hatten sich gut auf Rostock eingestellt. Zwar lagen sie zunächst nie in Front, doch blieben sie den Gästen dicht auf den Fersen - zumindest bis zum 9:11. Doch dann verloren sie komplett den Faden, vergaben viele Chancen, scheiterten am gegnerischen Torwart. Zwischen Minute 20 und 30 verbuchten sie keinen einzigen Torerfolg. Rostock hingegen traf ein ums andere Mal und verwirrte die Gastgeber mit seiner Taktik. Mit deutlichem Rückstand (12:17) ging der MTV schließich in die Pause. Viele Zuschauer diskutierten währenddessen die unattraktive Spielweise des Gegners und die zeitweise zweifelhaften Schiedsrichter-Entscheidungen – Coach Volker Mudrow hingegen hatte die Aufgabe, seine Jungs in der Kabine wachzurütteln. Und das schien ihm gelungen zu sein: Wie ausgewechselt starteten sie in den zweiten Durchgang, kamen Tor für Tor an Rostock heran und zeigten zeitweise echten Zauberhandball. Allerspätestens nach dem 18:19-Anschlusstreffer in der 24. Minute – ein wunderschönes Tor von Lars Körner – spürten die Zuschauer, dass in dieser Partie noch etwas ging. Der ersten MTV-Führung (21:20) durch den starken Klaas Nikolayzik (mit sieben Treffern erdolgreichster Werfer) folgten weitere Tore und ein somit immer größer werdender Vorsprung. Nun war Rostock von der Rolle, fand nicht mehr ins Spiel, wirkte zeitweise hilflos. Mit sechs Toren Vorsprung beendete der MTV schließlich die Partie – die Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte und die damit verbundende Aufholjagd waren aller Ehren wert. Sebastian Czok: Wir haben den Sieg verdient Mit 7:3-Punkten steht der MTV nun also auf dem dritten Tabellenrang. Auswärts eine Niederlage und ein Remis, daheim ausschließlich Erfolge: Der Saisonstart kann sich mehr als sehen lassen. Sebastian Czok hierzu: „Wir sind eine ganz starke Truppe mit vielen sehr guten Spielern, an guten Tagen können wir jeden schlagen.“ Dass sie nach fünf Spieltagen so außergewöhnlich gut dastehen, damit musste man dennoch nicht rechnen. „Aber wir haben es absolut verdient.“ Dem ist wahrlich nichts mehr hinzuzufügen... iri/Foto: Reinelt/PresseBlen.de MTV: Panzer, Wilken – König, Czok (4), Alex, Wolters, Krause (5), Seekamp, Nikolayzik (7), Körner (3), Giese (2), Hoffmann (5), Kucharik (5)

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Heimspiel gegen Rostock – Geduld ist das A und O

Braunschweig. Nach einem spielfreien Wochenende geht es für unsere Drittliga-Handballer wieder aufs Parkett. Am Samstagabend empfangen Volker Mudrow und sein Team in der Sporthalle Alte Waage den Handballclub Empor Rostock. Mit erst einer Niederlage bei vier Spielen legten die Zweitliga-Absteiger einen ordentlichen Start hin. Eine Nachricht mit Seltenheitswert: Der MTV ist nach jetzigem Stand personell komplett. Keine Verletzungen, keine Erkrankungen. Auch Spielmacher Philipp Krause ist wieder an Bord, seine Sprunggelenksverletzung fast vollständig verheilt. „Es sieht gut aus, Philipp wird das Team am Samstag wohl wieder verstärken“, freut sich Coach Volker Mudrow. Fünf Wochen mussten die Mannschaftskollegen ohne den 20-Jährigen auskommen, wobei sie ihre Sache mehr als ordentlich machten und eine Hand voll Punkte sammelten. Seine Anwesenheit wird sie freilich sehr freuen. Weitere gute Nachricht: Rostock wurde von Braunschweig bereits bezwungen. In der Vorbereitungsphase auf die zweite Drittliga-Saison gewann der MTV beim Turnier in Oranienburg gegen die Nordlichter mit 24:20. Volker Mudrow geht dennoch sehr vorsichtig an die Begegnung heran. „Der Sieg Anfang August war zwar sehr schön, aber mit der Ligapartie ist das nicht vergleichbar. Es wird eine sehr schwere Aufgabe.“ Für das Selbstbewusstsein wird der Erfolg dennoch nicht schädlich sein. Was erwartet Zuschauer und MTV-Akteure am Samstag? Womöglich eine zähe Parite, denn Rostock spielt im Angriff meist mit sieben Feldspielern und lässt den Ball oft lange in den eigenen Reihen hin- und herlaufen, bis sich eine Lücke zum Abschluss auftut. Das macht das Spiel mitunter nicht sonderlich attraktiv, ist dafür aber effektiv. Der MTV braucht also einen langen Atem. „Sowohl die Spieler als auch die Zuschauer müssen sich in Geduld üben“, so Mudrow. Man dürfe nicht nervös werden, müsse extremst auf der Hut sein. Der Tabellenrang belegt, wie erfolgreich die Rostocker mit ihrer Spielweise sind: Mit 6:2-Punkten stehen sie auf dem fünften Tabellenrang, allein die Partie beim HSV Hannover ging knapp verloren. Braunschweig hat mit zwei Siegen, einem Unentschieden und einer Niederlage (gegen Burgdorf II) ebenfalls ein positives Punkteverhältnis und ist Siebter. Es dürfte mal wieder spannend werden, womöglich sind die Zuschauer das Zünglein an der Waage. Aber dann sieht es für unsere Handballer ja ziemlich gut aus... iri/Foto: Reinelt/PresseBlen.de MTV Braunschweig – HC Empor Rostock 30.09.17 um 19.30 Uhr (Sporthalle Alte Waage, Weberstraße 2-3, 38100 Braunschweig)

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Erste Saisonniederlage für unseren Drittligisten

Burgdorf. Nun ist es also passiert! Unsere Drittliga-Handballer haben die erste Saisonniederlage einstecken müssen. Bei der TSV Burgdorf II unterlag der MTV am Samstagabend mit 34:26 (15:13). Klingt deutlich, was es aber gar nicht. Die 300 Zuschauer sahen eine zeitweise sehr turbulente Partie. Nicht allerdings wegen der Hochklassigkeit, sondern vielmehr aufgrund der einen oder anderen zweifelhaften Schiedsrichterentscheidung. Zwei rote Karten, eine davon gegen „Calle“ Seekamp in der 48. Minute, zogen umfangreiche Diskussionen nach sich. Schade für die Begegnung. Doch auch die Spielweise der Gastgeber machte die 60 Minuten nicht gerade zu einem sportlichen Hochgenuss: Die TSV agierte im Angriff ausschließlich mit sieben Feldspielern, nahm ergo ihren Torwart heraus. „Das machte das Ganze langweilig, da das Spiel dadurch sehr langsam wurde. Es war eine komische Partie“, bilanzierte Co-Trainer Udo Falkenroth nach dem Abpfiff. Dennoch war es das Versäumnis der MTVer, zwei Punkte aus Burgdorf zu entführen. Denn Chancen, als Sieger vom Platz zu gehen, boten sich ihnen durchaus. Das Problem: Im Angriff agierten sie zeitweise zu fahrlässig, in der Verteidigung bekamen sie keinen Zugriff auf ihre Kontrahenten. Starkes Spiel von Yann Hoffmann Halbzeit eins gestaltete sich als sehr eng – mal waren die Gastgeber mit ein, zwei Toren vorn, mal die Gäste. Fünf Sekunden vor dem Halbzeitpfiff traf die TSV noch einmal durch Niklas Diebel, vor wenigen Wochen bei der U19-WM in Georgien dabei, und ging mit einer kleinen Führung (15:13) in die Kabine. Unsere Jungs kamen gestärkt aus der Pause, und vor allem Sebastian Czok, Ivan Kucharik und Yann Hoffmann sorgten für die Tore auf Braunschweiger Seite. Besonders stark an diesem Abend: der Luxemburger. „Yann hat ein super Spiel gemacht“, so Udo Falkenroth. Doch sollte es nicht mehr reichen - ein Knackpunkt war Minute 54: Der MTV hatte beim Stand von 28:26 für die TSV durch Überzahl die Chance, sich wieder heranzuspielen, verdaddelte allerdings den Ball. Die Folge: Der Gastgeber traf und erhöhte weiter. Und zwar nicht nur um ein Tor, sondern um sechs. Der MTV war dagegen nicht mehr erfolgreich und hatte am Ende mit acht Toren Differenz das Nachsehen. „Das Ergebnis klingt viel deutlicher, als es tatsächlich war. Aber wir haben einfach zu viele Chancen liegengelassen“, so Udo Falkenroth. Nun kann der Drittligist etwas durchatmen, denn die nächste Partie findet erst in zwei Wochen (30.09) vor eigenem Publikum statt, dann ist Empor Rostock zu Gast. Durch die Niederlage rutscht der MTV auf Rang vier – eine noch immer sehr respektable Platzierung. iri / Foto: Reinelt/PresseBlen.de MTV: Panzer (1), Wilken (1), König, Czok (5), Reckewell, Alex (1), Wolters, Seekamp, Nikolayzik (3), Körner (1), Giese (1), Hoffmann (7), Kurachik (6)

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